Methodenversion: cert-3.4.0

Was auf Ihrem Zertifikat steht — Methodenversion cert-3.4.0

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Diese Seite erläutert Zertifikate der Methodenversion cert-3.4.0. Die Version ist auf jedem Zertifikat ausgewiesen. Sie ist an den signierten Wortlaut gebunden: Ein heute ausgestelltes Zertifikat ist auch in fünf Jahren gegen diese Erläuterung zu lesen, nicht gegen eine spätere Fassung. Das Rechenverfahren beschreibt die Methodik, die Änderungshistorie das Änderungsprotokoll.

Neu gegenüber cert-3.0.0: In den Randzonen des Ladestands (ganz unten und ganz oben) folgt die Kennlinie der Entladeseite der Messläufe. Ausgewiesen wird entnehmbare Energie; Lade- und Entladeläufe lesen in diesen Zonen messbar unterschiedlich, und maßgeblich ist, was der Batterie tatsächlich entnommen werden kann. Belegen beide Richtungen denselben Abschnitt, geht ihr gemessener Unterschied zusätzlich in das Unsicherheitsband ein. Wie der Hauptwert grundsätzlich entsteht — aus dem gemessenen Verlauf der gespeicherten Energie über den Ladestand, mit ausgewiesenem Messbereich und der bisherigen Rechenweise als Vergleichszeile — ist gegenüber cert-3.0.0 unverändert.

Neu gegenüber cert-3.1.0: Das Dokument trägt eine Reichweite auf WLTP-Basis in Kilometern, sofern für das Fahrzeug ein fahrzeuggenauer WLTP-Neuwert vorliegt. Weggefallen ist die frühere Reichweitenschätzung, die die gemessene Energie durch einen für alle Fahrzeuge gleichen Verbrauchswert teilte; sie sah aus wie eine Messung und war eine Division. Am Hauptwert, am Band und am Ausstellungs-Gate ändert sich nichts.

Neu gegenüber cert-3.3.0: zwei Änderungen daran, wie Ladevorgänge ausgewertet werden.

Ruhepunkte als Grenzen eines Ladevorgangs. Anfang und Ende eines ausgewerteten Ladevorgangs liegen jetzt auf Messpunkten ohne Ladestrom. Das Fahrzeug meldet Ladestand und gespeicherte Energie getrennt voneinander; unter Ladestrom gehört zu einer Auslesung deshalb ein Ladestand, der 20 bis 55 Sekunden älter ist als die Energie daneben. An der Wallbox sind das 0,1 bis 0,3 Prozentpunkte, an einer DC-Ladesäule 0,7 bis 4,4. Lag ein solcher Punkt am Rand eines Ladevorgangs, ging der Versatz in die gemessene Energiedifferenz ein und verschob deren Kapazität um bis zu 8 %. Steht das Fahrzeug still, beschreiben beide Meldungen denselben Zustand. Die Abschnitte, die ein Ladevorgang zur Kennlinie beiträgt, liegen damit an anderen Ladeständen als zuvor.

Messläufe, wenn die Ladevorgänge zu ungenau bleiben. Bleibt das Unsicherheitsband der Auswertung über Ladevorgänge über der Schwelle von 2 Prozentpunkten, die für die Ausstellung gilt, stammt die Größe nach bisheriger Rechenweise aus den Messläufen des Fahrzeugs. Bis cert-3.3.0 entstand in diesem Fall gar kein Dokument, obwohl die Messläufe dasselbe Fahrzeug innerhalb der Schwelle messen. Diese Auswahl entscheidet über die Vergleichszeile, über das Ausstellungs-Gate und über die ausgewiesene Datenherkunft; sie ist an der Datenherkunft und an der Qualitätsstufe ablesbar. Beide Kanäle werden vorher gegeneinander geprüft; widersprechen sie einander, wird weiterhin kein Zertifikat ausgestellt.

Jede Angabe ist in drei Abschnitten erläutert: was ausgewiesen wird, wie der Wert entsteht und welche Aussage er nicht trifft. Der dritte Abschnitt ist der wesentliche.

Energieerhaltung (SoCE-nah)

Was ausgewiesen wird. Die geschätzte nutzbare Energie der Batterie zum Stichtag, bezogen auf eine dokumentierte Referenz-Neuenergie derselben Modellvariante. Daneben steht ein Unsicherheitsband („± 3,1 %"), das gleichrangiger Bestandteil der Angabe ist.

Wie der Wert entsteht. Aus den Lade- und Fahr-Läufen des Fahrzeugs wird der Verlauf der gespeicherten Energie über den Ladestand als Kennlinie bestimmt: Jeder Lauf belegt, wie viel Energie zwischen zwei Ladeständen liegt; zusammengesetzt ergeben diese Abschnitte die Kennlinie von 0 bis 100 %. Die Hauptwert ist die Gesamtfläche unter dieser Kennlinie — das, was zwischen vollständiger Ladung und der Entladegrenze tatsächlich an Energie liegt. Bereiche, die der Alltag des Fahrzeugs nicht erreicht hat, ergänzt eine versionierte Vorlage je Zellchemie (siehe Messbereich). In den Randzonen bestimmt die Entladeseite der Läufe den Verlauf, denn ausgewiesen wird entnehmbare Energie und Laden und Entladen lesen dort messbar unterschiedlich; ohne Entlade-Messung gilt in einem Randabschnitt die Vorlage, Ladeläufe allein belegen ihn nicht. Ein pauschaler Korrekturfaktor kommt an keiner Stelle vor: Jede Abweichung von der geraden Linie ist entweder am Fahrzeug gemessen oder als Vorlage je Segment ausgewiesen und durch Messung ersetzbar.

Zum Vergleich trägt das Dokument die bisherige Rechenweise als eigene Zeile: die mittlere Steigung der Kennlinie, hochgerechnet auf den vollen Ladebereich — das Verfahren der Zertifikate bis cert-2.3.0. Weil die Kennlinie an den Rändern flacher verläuft als in der Mitte, fällt dieser Wert systematisch etwas höher aus. Beide Größen bleiben nebeneinander sichtbar, damit ältere Zertifikate vergleichbar bleiben und der Unterschied der Verfahren offenliegt.

Welche Aussage er nicht trifft. Der Wert ist eine Schätzung mit ausgewiesener Unsicherheit, keine Labormessung. Die Bezeichnung „SoCE-nah" weist darauf hin, dass die Größe an den State of Certified Energy nach UN GTR 22 angelehnt, aber nicht nach diesem Verfahren bestimmt ist: Es wurde kein Prüfzyklus gefahren und keine Typgenehmigung erteilt. Zertifikate verschiedener Anbieter sind nur vergleichbar, soweit sie dieselbe Bezugsgröße verwenden; die hier verwendete ist unmittelbar daneben ausgewiesen.

Verhältnis zum Begriff „SoH". Umgangssprachlich wird eine solche Angabe State of Health genannt. Dieses Dokument nennt sie nicht so, weil SoH den Neuzustand genau dieses Fahrzeugs voraussetzt; dessen Anfangskapazität wurde nie gemessen. Die Kennzahl beantwortet dieselbe Frage (wie viel Energie die Batterie heute gegenüber neu noch aufnimmt), legt aber offen, gegen welche Bezugsgröße gerechnet wird.

Messbereich

Was ausgewiesen wird. Der Bereich des Ladestands, in dem die Kennlinie aus echten Messläufen belegt ist — etwa „gemessen von 10 bis 95 %". Ein Balken neben dem Hauptwert zeigt die gemessene Zone und die Modellzonen segmentgenau. Ist der volle Bereich belegt, sagt das Dokument das ebenso ausdrücklich wie eine Messzone mit Lücken.

Wie der Wert entsteht. Die Kennlinie ist in feste Abschnitte des Ladestands unterteilt. Ein Abschnitt gilt als gemessen, sobald die Messläufe ihn ausreichend überdecken; in den Randzonen zählen dafür die Entladeläufe. Für die übrigen Abschnitte (im Alltag meist ganz oben und ganz unten) übernimmt eine versionierte Vorlage je Zellchemie die Form der Kennlinie. Ohne belegte Vorlage gilt die gerade Linie als Ausgangsannahme; belegte Vorlagen entstehen aus Fahrzeugen, deren Alltag die Randzonen tatsächlich erreicht hat. Die Unsicherheit der Vorlage geht vollständig in das Unsicherheitsband ein.

Welche Aussage er nicht trifft. Ein begrenzter Messbereich ist kein Mangel am Fahrzeug und kein Abschlag am Hauptwert — er beziffert, welcher Teil der Angabe auf Messung beruht und welcher auf dem ausgewiesenen Modell. Wer den Ladebereich stärker ausschöpft (eine Fahrt von über 90 % auf unter 15 % ohne Zwischenladen), ersetzt Modell durch Messung und verengt das Band. Für ein einzelnes Segment behauptet das Dokument keine Messung, die nicht stattgefunden hat: Auch innerhalb des Messbereichs können einzelne Lücken bestehen; sie sind im Balken sichtbar und im Band berücksichtigt.

Das Unsicherheitsband

Was ausgewiesen wird. Die Spanne, innerhalb derer der wahre Wert nach Datenlage erwartet wird — als „±"-Angabe neben dem Hauptwert, mit Deckungsfaktor k = 1.

Wie der Wert entsteht. Das Band der Kurvengröße setzt sich aus der Messstreuung der Läufe und den Vorlage-Termen der ungemessenen Abschnitte zusammen; ein pauschaler Zuschlag für den nicht genutzten Ladebereich, wie ihn die bisherige Rechenweise trug, entfällt zugunsten dieser ausgewiesenen Segmentterme. Belegen Lade- und Entladeläufe denselben Abschnitt, kommt ihr gemessener Unterschied als eigener Term dazu; er ersetzt den pauschalen Richtungszuschlag der bisherigen Rechenweise. In der Absolut-Angabe ist zusätzlich die Unsicherheit der Referenz-Neuenergie enthalten; das engere Messband steht als Vergleichswert („Verlauf/Vergleich") dabei, wenn es sich vom Absolutband unterscheidet.

Welche Aussage er nicht trifft. Ein breites Band beziffert die verbleibende Messunsicherheit, nicht einen schlechten Batteriezustand. Es ist kein 95-%-Konfidenzintervall; der Deckungsfaktor ist ausgewiesen.

Nachberechnete Kurvenwerte

Was ausgewiesen wird. Trägt ein Zertifikat den Vermerk „Nachträglich aus den gespeicherten Rohdaten berechnet", wurde die Kurvengröße für ein bereits ausgestelltes Dokument rückwirkend aus denselben gespeicherten Messdaten bestimmt.

Welche Aussage er nicht trifft. Der Vermerk ändert nichts an den Messdaten. Er hält fest, dass der Kurvenwert nicht zum Ausstellungszeitpunkt festgeschrieben wurde — für die laufende Validierung zählt er deshalb nicht als im Voraus festgelegte Angabe.

Nutzbare Energie

Was ausgewiesen wird. Der Zähler der Prozentangabe in kWh: die Energiemenge, die zwischen vollständiger Ladung und der vom Fahrzeug angezeigten Entladegrenze abrufbar ist. Als Hinweis darunter steht der Wert nach bisheriger Rechenweise.

Wie der Wert entsteht. Als Gesamtfläche unter der oben beschriebenen Kennlinie — gemessene Abschnitte aus den Läufen, ungemessene aus der ausgewiesenen Vorlage.

Welche Aussage er nicht trifft. Der Wert bezeichnet nicht die Bruttokapazität der Zellen und nicht die Datenblattangabe des Herstellers. Zwischen Brutto- und nutzbarer Kapazität liegen Reserven, die das Fahrzeug konstruktiv freihält.

Referenz-Neuenergie

Was ausgewiesen wird. Die Bezugsgröße des Quotienten: die nutzbare Energie dieser Modellvariante im Neuzustand. Ergänzend kann ein Qualitätsvermerk stehen:

  • Variante aufgelöst — die konkrete Variante ist bestimmt; die Bezugsgröße ist ein belegter Herstellerwert.
  • Variantenband · Mitte zweier belegter Packs — unter derselben Modellbezeichnung sind zwei verschiedene Batteriepacks belegt, die anhand der verfügbaren Merkmale nicht unterscheidbar sind. Bezugsgröße ist ihr Mittelwert; die Spannweite ist im Unsicherheitsband berücksichtigt. Zur konkret verbauten Variante wird keine Aussage getroffen.

Auf welcher Basis der Wert steht. Bezugsgröße und gemessene nutzbare Energie stehen auf derselben Basis: der Energie zwischen Anzeige 100 % und Anzeige 0 %. Die Reserve, die das Fahrzeug unterhalb der Anzeige 0 % freihält — meist zwei bis vier Kilowattstunden —, ist in keinem der beiden Werte enthalten; der Quotient vergleicht dadurch Gleiches mit Gleichem. Angaben auf anderer Basis fallen höher aus: Die Vollpackenergie des Batteriemanagements zählt diese Reserve mit, die Bruttokapazität zusätzlich die konstruktiv gesperrten Anteile der Zellen. Ein Vergleich mit solchen Zahlen trägt erst nach einer Umrechnung auf dieselbe Basis.

Wie der Wert entsteht. Aus einer versionierten Tabelle der Bezugsgrößen, nicht aus der Modellbezeichnung des Fahrzeugs. Dieselbe Bezeichnung steht über mehrere Baujahre für technisch verschiedene Fahrzeuge.

Welche Fassungen gelten. Für diese Methodenfassung ist die Tabelle der Bezugsgrößen in der Fassung veh-energy-1.1.0 festgelegt, Prüfsumme SHA-256 0dbebc608277f354e5487de800203a6def0a99fe7e0ebf44f4e4729390bcc4b4. Für Fahrzeuge außerhalb der laufenden Validierungsstudie, deren Batteriepack über einen belegten Packcode identifiziert ist, gilt seit dem 31. August 2026 ergänzend die Packtabelle veh-packs-0.5.0, Prüfsumme SHA-256 8477e511f01888a68f4552821bf6e1a61e936ff7accb04da8c207386ac2e72ba; sie führt eine Bezugsgröße je Batteriepack statt je Modellvariante. Ändert sich eine der beiden Tabellen, ändert sich ihre Fassung und diese Seite — ein bereits ausgestelltes Dokument behält die Angaben der Fassung, mit der es gerechnet wurde.

Welche Aussage er nicht trifft. Die Bezugsgröße ist keine Messung des konkreten Fahrzeugs im Neuzustand. Fertigungsstreuung zwischen baugleichen Packs ist nicht im Wert, sondern im Unsicherheitsband berücksichtigt. Eine Änderung der Bezugsgröße verändert die Prozentangabe, ohne dass sich der Zustand des Fahrzeugs ändert; die Tabelle ist deshalb versioniert und für die Dauer der laufenden Validierungsstudie unveränderlich festgelegt.

Ladevorgänge bzw. Messpunkte

Was ausgewiesen wird. Die Anzahl der Beobachtungen, die in die Schätzung eingehen. Die Beschriftung benennt die Zähleinheit:

  • Ladevorgänge — jeder Eintrag entspricht einem vollständigen, für die Auswertung brauchbaren Ladevorgang, dem jeweils eine Vielzahl einzelner Auslesungen zugrunde liegt.
  • Messpunkte — jeder Eintrag entspricht einer einzelnen Auslesung innerhalb eines Messlaufs.

Wie der Wert entsteht. Gezählt werden ausschließlich Beobachtungen, die die Brauchbarkeitsprüfung bestanden haben; zu kurze, zu stark streuende oder quellengemischte Läufe werden zuvor ausgeschlossen. Ein Ladevorgang beginnt und endet an einem Messpunkt ohne Ladestrom; die Auslesungen unter Ladestrom dazwischen gehören weiter dazu.

Welche Aussage er nicht trifft. Der Wert benennt nicht die Gesamtzahl der Ladevorgänge des Fahrzeugs und ist kein Hinweis auf eine dünne Datenlage. Ob die Datenlage die Schätzung trägt, ist am Unsicherheitsband und am Messbereich abzulesen, nicht an dieser Anzahl.

Trend je 10.000 km und gemessener Rückgang

Was ausgewiesen wird. Die Veränderung der nutzbaren Energie über die bisher beobachtete Strecke und Zeit, angegeben in kWh je 10.000 km und in kWh pro Jahr.

Wie die Werte entstehen. Aus einer Regression über die Messläufe, getrennt von der Messstreuung. Eine Achse wird nur ausgewiesen, wenn sie tatsächlich geschätzt werden konnte: Unterhalb von 5.000 km Spannweite beziehungsweise 90 Tagen wird keine Steigung bestimmt. Weist das Zertifikat stattdessen auf die zu geringe Spannweite hin, ist dies die zutreffende Auskunft — und nicht mit einem Trend von null gleichzusetzen.

Welche Aussage sie nicht treffen. Die Werte sind keine Prognose. Batteriealterung verläuft nicht linear; die ersten Prozentpunkte gehen schneller zurück, danach flacht der Verlauf ab. Eine lineare Fortschreibung des beobachteten Rückgangs unterschätzt die Restlebensdauer systematisch.

Reichweite auf WLTP-Basis

Was ausgewiesen wird. Genau genommen ein Reichweitenäquivalent: die WLTP-Reichweite dieses Fahrzeugs im Neuzustand, skaliert mit dem gemessenen Verhältnis von heutiger zu neuer nutzbarer Energie — in Kilometern, mit dem Band des Hauptwerts in Kilometern daneben. Darunter steht der Neuwert selbst und woher er stammt. Das Zertifikat zeigt die Angabe nur, wenn für dieses Fahrzeug ein fahrzeuggenauer Neuwert vorliegt; sonst fehlt sie vollständig.

Wie der Wert entsteht. Aus zwei Zahlen: dem amtlichen WLTP-Neuwert dieses Fahrzeugs und dem oben ausgewiesenen Erhaltungsquotienten. Für den Neuwert gibt es zwei zulässige Quellen. Entweder die Übereinstimmungsbescheinigung dieses Fahrzeugs; oder der amtliche Wert genau dieser Ausführung aus offenen Fahrzeugregistern der EU, aufgelöst über Batteriepack, Modelljahr, Versionsklasse und Werksrad. Der WLTP-Verbrauch geht in die Rechnung nicht ein: Er steckt im Neuwert und kürzt sich gegen sich selbst heraus.

Warum kein Variantenwert. Unter derselben Variantenbezeichnung stehen in den Registern bis zu vier verschiedene amtliche Reichweiten, die um bis zu 19 % auseinanderliegen — mehr, als die Messung selbst an Signal hergibt. Ausschlaggebend ist der Fahrwiderstandssatz des Fahrzeugs, den keine Fahrzeugschnittstelle liefert. Lässt sich die Ausführung nicht eindeutig bestimmen, entfällt die Angabe; ein Mittelwert stünde für kein Fahrzeug.

Welche Aussage er nicht trifft. Die Zahl ist rechnerisch und kein WLTP-Messwert: Es wurde kein Prüfzyklus gefahren. Sie ist auch keine Alltagsprognose — WLTP fällt gegenüber der Praxis optimistisch aus, bei Kälte, hohem Tempo oder mit Anhänger deutlich. Ihr Zweck ist der Vergleich mit der Angabe, die an jedem Neuwagen steht. Genauer als die Prozentangabe ist sie nicht: Sie ist dieselbe Messung in einer anderen Einheit. Vorausgesetzt ist dabei, dass der Verbrauch je Kilometer sich mit dem Alter nicht ändert; diese Annahme lässt sich mit unseren Felddaten nicht prüfen.

Datenherkunft und Qualitätsstufe (Q1–Q4)

Was ausgewiesen wird. Die Quelle der gemessenen Energie und die Belastbarkeit dieses Kanals. Ohne diese Angabe ist eine Prozentangabe nicht interpretierbar.

StufeKanalVom Fahrzeug geschätzte Größe?
Q1Telemetrie-Stream, Energie unmittelbar in kWhja
Q2Gemessene Ladevorgänge (zugeführte Energie je Vorgang)nein
Q3Restenergie aus der Herstellerschnittstelleja
Q4Rückrechnung aus der Reichweitenanzeige über eine Wh/km-Konstanteja

Wie der Wert entsteht. Aus dem Kanal, der die ausgewiesene Kennzahl geliefert hat. Enthält die zugrunde liegende Historie mehrere Herkünfte, werden alle benannt. Bleibt das Unsicherheitsband der Ladevorgänge über der Schwelle für die Ausstellung, liefert der Kanal der Messläufe den Wert; das Zertifikat weist dann Q1, Q3 oder Q4 aus, obwohl brauchbare Ladevorgänge vorliegen.

Welche Aussage er nicht trifft. Die Stufe ordnet die Datenqualität, nicht die Unabhängigkeit der Messung; eine höhere Stufe bezeichnet daher nicht den unabhängigeren Wert. Q1 weist die höchste Datenqualität auf — hohe Abtastrate, Energie unmittelbar in kWh, keine Umrechnungskonstante —, bleibt jedoch eine vom Fahrzeug selbst geschätzte Größe. Q2 ist die einzige Stufe, die eine Größe erfasst, die das Fahrzeug nicht selbst schätzt: die tatsächlich zugeführte Energie. Beide Merkmale werden deshalb getrennt ausgewiesen; bei Q2 trägt das Zertifikat den Zusatz „unabhängig von der Fahrzeug-Schätzung gemessen".

Q4 ist die schwächste Stufe: Die Rückrechnung aus der Reichweitenanzeige über eine Konstante kann Werte oberhalb von 100 % ergeben. Sie dient ausschließlich der Plausibilitätsprüfung und nicht als primärer Schätzer.

Batterie-Stand, Ausstelldatum und Kilometerstand

Was ausgewiesen wird. Der Zeitpunkt der letzten Messung mit dem zugehörigen Kilometerstand — nicht der Zeitpunkt des Seitenaufrufs. Liegt dieser Stand mehrere Monate zurück, weist das Zertifikat aktiv darauf hin.

Welche Aussage sie nicht treffen. Ein Zertifikat bleibt an seinen Stichtag gebunden. Der ausgewiesene Kilometerstand ist mit dem des Fahrzeugs abzugleichen: Liegen mehrere tausend Kilometer dazwischen, beschreibt das Dokument einen früheren Zustand.

VIN-Prüfsumme und Signatur

Was ausgewiesen wird. Die Bindung des Dokuments an ein bestimmtes Fahrzeug und an einen unveränderten Wortlaut.

Wie die Angaben entstehen. Die vollständige Fahrzeug-Identifizierungsnummer ist im Zertifikat nicht enthalten, sondern ausschließlich ihr SHA-256-Abdruck. Wer die vollständige Nummer kennt, kann auf der Zertifikatsseite prüfen, ob sie zu diesem Abdruck passt. Der Wortlaut selbst ist mit Ed25519 signiert; die Prüfung erfolgt beim Öffnen der Seite automatisch im Browser, mit eingebettetem öffentlichem Schlüssel und ohne Datenübertragung.

Welche Aussage sie nicht treffen. Eine gültige Signatur belegt, dass das Dokument unverändert von uns stammt — nicht, dass die Batterie in gutem Zustand ist. Die Prozentangabe bleibt auch bei gültiger Signatur eine Schätzung.

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